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PV-/Solar-Grundplatte Bitumenschindeln - Berechnung der Abstände

Die Windlast auf dem Dach ist nicht gleichmäßig verteilt

Entlang von First und Traufe, sowie in den seitlichen Randbereichen eines Daches, ist die Belastung höher als im restlichen Dachbereich. Deshalb müssen die Grundplatten dort dichter angeordnet werden. Der untenstehende Rechner ermittelt, wie breit die Randzone ist und welcher Achsabstand innerhalb und außerhalb dieser gilt.

Rechner

Vereinfachte Bemessung und Planung

Berechnet die Dachrandbereiche und die maximalen c/c-Abstände der PV-/Solar-Grundplatten auf dem Dach – abhängig von den Gebäudeabmessungen und der gewählten Dachschalung.

Gebäude

m

Gemessen quer zur maßgebenden Windrichtung.

m

Traufhöhe / Gebäudehöhe über Gelände.

Bestimmt den maximalen horizontalen c/c-Abstand X.

2h = 12 m
e = min (b, 2h) = 12 m
Dachrandbereich e/10 = 1,20 m
b = 20 m FIRST RANDZONE e/10 = 1,20 m NORMALZONE TRAUFE
Die Dachrandbereiche (rot) entsprechen e/10. Für die Dachrandbereiche gilt ein horizontaler c/c-Abstand von X/2. Für den Dachinnenbereich ist der c/c-Abstand gleich X. Der vertikale Abstand Y beträgt maximal 1430 mm.

Maximale c/c-Abstände

OSB ≥ 22 mm
1600 mm
X · horizontal · Dachinnenbereich
800 mm
X/2 · horizontal · Dachrandbereich
1430 mm
Y · vertikal

Bemessungskapazität

für die gewählte Dachschalung
1,75 kN
Fy−
5 kN
Fy+
3 kN
Fz1+
1,7 kN
Fz2+

Hinweis: Abhängig vom verwendeten Bitumenschindeltyp werden die maximalen Abmessungen auf die nächstkleinere sinnvolle Position abgerundet.

Haftungshinweis: Die angegebenen Werte dienen der vereinfachten Planung der Abstände der PV-/Solar-Grundplatten. Die projektspezifische Bemessung des Montagesystems sowie die Berücksichtigung von Wind-, Schnee- und sonstigen Lasten sind durch den verantwortlichen Planer vorzunehmen.

Dimensionierung der Grundplatten

Der Abstand der Grundplatten ist bei der Planung abhängig von den Bemessungswindlasten des jeweiligen Gebäudes festzulegen.

Dimensionierung und Planung

Bei der Bemessung sind unter anderem folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Referenzwindgeschwindigkeit und Geländekategorie

  • Gebäudehöhe und Dachgeometrie

  • Rand- und Eckzonen

  • Tragfähigkeit der Befestigung und Unterkonstruktion

  • Abmessungen und Gewicht des Solarmoduls

Der Bemessungswert der Auftriebskraft je Grundplatte darf die Bemessungskapazität der Grundplatte nicht überschreiten. Die Werte gelten lediglich je Grundplatte, nicht für das gesamte Solarsystem.

Vereinfachte Bemessung und Planung bis 25 m/s

Die Empfehlungen in dieser Montageanleitung wurden von Isola auf Grundlage durchgeführter Prüfungen, praktischer Erfahrungen und der Grundsätze der DIN EN 1991-1-4 (Eurocode 1 – Windlasten) erstellt.

Die angegebenen Werte sind Richtwerte und gelten ausschließlich für die Tragfähigkeit der Befestigung der PV-/Solar Grundplatte gegenüber dem angegebenen Untergrund. Die Werte umfassen nicht die Bemessung der vollständigen PV-Anlage. Die Bemessung des Montagesystems, der Solarmodule und weiterer Komponenten sowie die Beurteilung projektspezifischer Lasten, einschließlich Wind- und Schneelasten, ist durch den verantwortlichen Planer gemäß den geltenden Vorschriften durchzuführen. Isola übernimmt keine Verantwortung für Planung und Bemessung der vollständigen PV-Anlage.

Die endgültige Bemessung und Wahl der Lösung liegt in der Verantwortung des Planers bzw. verantwortlichen Monteurs. Die Anforderungen an Befestigung und Achsabstände gelten für PV-/Solarmodule mit einer maximalen Fläche von 2,1 m2. Größere Module sind gesondert nachzuweisen.

Berechnen Sie zunächst die Randzonen (e):

Die charakteristische Länge (e) wird als der kleinere Wert aus der Querabmessung des Gebäudes (b) und der doppelten Gebäudehöhe (2h) berechnet: e = min (b, 2h).

Dabei gilt:

b = Gebäudeabmessung quer zur betrachteten Windrichtung
h = Gebäudehöhe.

Der berechnete Wert (e) wird zur Bestimmung der Breite der Randzonen gemäß DIN EN 1991-1-4 verwendet.

Anordnung der Grundplatten in der Randzone (e)

Die obige Abbildung zeigt Solarmodule, die in der Randzone (e) installiert werden. In dieser Zone ist der horizontale c/c-Abstand zwischen den Grundplatten (X) gegenüber dem c/c-Abstand in der grünen Zone auf die Hälfte (X/2) zu reduzieren. Dies gilt für alle Module, die sich in der roten Randzone (e) befinden.

Vertikaler Abstand und Befestigungsbereiche

Der vertikale Abstand (Y) zwischen den Grundplatten beträgt maximal 1430 mm. Dieser Abstand wird auf den nächstkleineren sinnvollen Wert abgerundet, abhängig von der gewählten Bitumenschindel und den Befestigungszonen des Solarmoduls.

Solarmodule sind entsprechend den Befestigungszonen des jeweiligen Moduls zu montieren. Weitere Informationen finden Sie im Produktdatenblatt des Moduls. Dies ist lediglich ein Beispiel; die grünen Bereiche stellen die Befestigungszonen des Solarmoduls dar.

Anpassung an die Bitumendachschindeln

Abhängig von dem Bitumenschindeltyp werden die maximalen Abmessungen auf die nächstkleinere sinnvolle Position abgerundet.

So verwenden Sie die Zahlen

  • Bringen Sie die Grundplatten mit dem maximalen c/c-Abstand (X) im Normalbereich – in der Mitte der Dachdeckung – an.

  • Halbieren Sie den c/c-Abstand auf (X/2) für die Grundplatten, die in den Randbereichen (e) montiert werden.

  • Halten Sie den vertikalen Maximalabstand (Y) ein, abgerundet auf die nächstliegende sinnvolle Position basierend auf den gewählten Bitumendachschindeln und den Befestigungszonen des Moduls.

  • Überprüfen Sie vor der Montage stets das Produktdatenblatt des Solarmoduls auf Befestigungsbereiche, Abmessungen und Gewicht.

Sehen Sie auch

Montageanleitung für die PV-/Solar-Grundplatte

Verlegeanleitung Isola Bitumendachschindeln

Isola PRO System

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